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Handekzem: Die häufigsten Ursachen und Tipps zur Linderung

Handekzeme sind ein häufiges Hautproblem – sie verursachen unangenehmen Juckreiz, Risse und Rötungen. Was sind die häufigsten Ursachen und wie lassen sie sich mit natürlichen Mitteln lindern?

Wie erkennt man ein Handekzem?

Viele verwechseln trockene Haut an den Händen mit einem Ekzem – kein Wunder, denn die Symptome können auf den ersten Blick ähnlich sein. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass trockene Haut „nur“ dehydriert, vorübergehend gereizt, rau, gespannt oder schuppig ist, während ein Ekzem eine entzündliche Hauterkrankung ist.

Handekzeme zeichnen sich durch starken Juckreiz, Rötungen, Schwellungen oder nässende Risse aus, die sich immer wieder verschlimmern. Die betroffenen Stellen können schmerzen, sich schälen oder sich ohne erkennbare Ursache verschlimmern. Wenn Ihre Haut so stark juckt, dass Sie sie blutig kratzen, oder wenn kleine Bläschen an Ihren Händen auftreten, handelt es sich wahrscheinlich um ein Ekzem.

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Die häufigsten Ursachen von Handekzemen

Handekzeme entstehen meist nicht aus nur einer Ursache. Sie sind das Ergebnis des Zusammenspiels mehrerer Faktoren – vom täglichen Kontakt mit Reizstoffen über Reaktionen des Immunsystems bis hin zu Stress. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Äußere Faktoren: 

  • Häufiger Kontakt mit Wasser, Seife, Reinigungsmitteln und Desinfektionsmitteln, die die natürliche Hautbarriere schädigen. 
  • Arbeiten ohne Schutzhandschuhe oder Einwirkung von Kälte, Wind und trockener Luft. 
  • Häufiges Händewaschen, das die natürlichen Öle entfernt und die Trockenheit verstärkt.

Innere Ursachen: 

  • Genetische Veranlagung – wenn Ekzeme oder Allergien in der Familie vorkommen, ist das Risiko, daran zu erkranken, erhöht. 
  • Geschwächtes Immunsystem und chronischer Stress, die entzündliche Hautreaktionen begünstigen. 
  • Ungleichgewicht der hauteigenen Abwehrmechanismen, wodurch die Haut anfälliger für Reizungen wird. 

Allergene und Reizstoffe

  • Kontakt mit Metallen (Nickel, Kobalt), Latex, Duftstoffen oder Chemikalien in Kosmetika und Reinigungsmitteln.
  • Reaktionen auf Nahrungsmittel, Alkohol oder Pollen, die Ekzeme verschlimmern können.
  • Übermäßiges Schwitzen und Pilzinfektionen, die Reizungen und Entzündungen verstärken.

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Helfen natürliche Mittel bei Handekzemen? 

Auf jeden Fall! Viele Pflanzenöle, Kräuter und natürliche Extrakte beruhigen gereizte Haut, lindern Juckreiz und fördern die Regeneration. Sie eignen sich ideal als zusätzliche Pflege bei leichten Symptomen oder in beschwerdefreien Phasen. Tragen Sie Naturprodukte immer auf gereinigte Haut auf und testen Sie sie vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle, um Allergien auszuschließen. 

Bewährte natürliche Mittel:

  • Aloe vera – Das Gel aus Aloe-Blättern lindert Entzündungen, reduziert Juckreiz und fördert die Heilung kleiner Risse.
  • Kokosöl – wirkt antibakteriell, macht die Haut weich und regeneriert ihre natürliche Schutzbarriere.
  • Ringelblumenöl – wirkt entzündungshemmend und regenerierend und hilft bei Reizungen und kleineren Wunden.
  • Honig – ein natürliches Antiseptikum, das Entzündungen lindert und die Heilung geschädigter Haut fördert.
  • Kamille – Kompressen oder Extrakte lindern Juckreiz und Rötungen.
  • Avocadoöl – regeneriert trockene Haut, fördert die Zellerneuerung und lindert Entzündungen und Reizungen.
  • Hanföl – beruhigt gereizte und entzündete Haut, lindert Juckreiz und Rötungen.
  • Jojobaöl – zieht schnell ein, spendet Feuchtigkeit, beruhigt, lindert Rötungen und fördert die Heilung von Ekzemen und trockenen Hautstellen.
  • Neemöl – wirkt stark antibakteriell und entzündungshemmend, beruhigt gereizte und juckende Haut und unterstützt die Regeneration trockener Haut.
  • Mangoöl – spendet intensive Feuchtigkeit, macht die Haut weich, lindert Entzündungen und Juckreiz und unterstützt die Regeneration rissiger oder durch Ekzeme geschädigter Haut.

Praktische Tipps für die tägliche Pflege

Die richtige und konsequente Hautpflege ist bei Ekzemen entscheidend. Ziel ist es, nicht nur die Symptome zu lindern, sondern auch die natürliche Schutzbarriere der Haut zu stärken, die die Hände vor weiterer Reizung schützt. Wichtig ist die Verwendung milder Kosmetika ohne Duftstoffe, Alkohol und synthetische Substanzen, die die Haut nicht austrocknen und ihren natürlichen pH-Wert nicht beeinträchtigen. Vergessen Sie nicht die regelmäßige Feuchtigkeitspflege: Tragen Sie nach jedem Händewaschen eine Creme oder ein natürliches Öl auf, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Auch das Tragen von Handschuhen bei der Hausarbeit und das Vermeiden von längerem Kontakt mit Wasser oder Reinigungsmitteln sind hilfreich.

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Ölwickel können bei Handekzemen ebenfalls Linderung verschaffen. Tragen Sie abends eine dickere Schicht natürliches Öl auf die Haut auf, ziehen Sie Baumwollhandschuhe an und lassen Sie den Wickel über Nacht einwirken. Dieser Wickel hilft, die Lipidbarriere wiederherzustellen, lindert Juckreiz und beugt weiterem Austrocknen der Haut vor.

Ein Bad mit Meersalz ist ebenfalls ideal bei Reizungen und Entzündungen, da es eine natürliche entzündungshemmende und heilende Wirkung hat. Geben Sie einfach eine halbe Tasse Meersalz in warmes Wasser, weichen Sie Ihre Hände 10–15 Minuten ein, tupfen Sie sie anschließend sanft trocken und tragen Sie Creme oder Bio-Öl auf.

Wenn Ihr Ekzem jedoch immer wiederkehrt, sich trotz konsequenter Pflege nicht bessert oder sich die Symptome verschlimmern (Nässen, Blasen, schmerzhafte Risse), sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Ein Spezialist wird die genaue Ekzemart bestimmen, eine geeignete Behandlung empfehlen und Sie beraten, wie Sie Ihre Haut langfristig im Gleichgewicht halten können.

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