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Was tun bei Brandblasen? Wir geben Ihnen Tipps.

Schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt, und die Haut rötet sich schmerzhaft, und im Nu bildet sich eine Blase. Verbrennungen können schmerzhafter sein, als sie scheinen, aber mit der richtigen Pflege kann sich die Haut wunderbar regenerieren. Es ist wichtig zu wissen, was wirklich hilft – und was Sie besser nicht versuchen sollten.

Brandblasen: Warum entstehen sie?

Brandblasen entstehen als natürliche Schutzreaktion der Haut auf Hitze. Bei einer Hautverletzung versucht der Körper, sie so schnell wie möglich zu schützen. Zwischen den oberen Hautschichten bildet sich ein Flüssigkeitspolster, das das darunterliegende empfindliche Gewebe bedeckt. Diese Flüssigkeit hält die Wunde feucht, verringert das Infektionsrisiko und schafft optimale Bedingungen für die allmähliche Regeneration der Haut unter der Blase.

Leichte vs. schwere Verbrennungen – wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei einer Verbrennung ist es wichtig, schnell einzuschätzen, ob die Verletzung sicher zu Hause behandelt werden kann oder ob die Haut professionelle Hilfe benötigt. Das Aussehen der Haut, das Vorhandensein von Blasen, die Schmerzen und das Ausmaß der Verbrennung geben Ihnen insbesondere Aufschluss über den Schweregrad der Verbrennung.

Verbrennungsgrade

  1. Grad – oberflächliche Verbrennung

Die Haut ist deutlich gerötet, berührungsempfindlich und schmerzhaft. Blasen bilden sich in der Regel nicht; es kann zu leichten Schwellungen und Wärme an der Verletzungsstelle kommen.

  1. Grad – Verbrennung mit Blasen

Hier kommt es zu stärkeren Hautschäden, weshalb sich häufig mit Flüssigkeit gefüllte Blasen bilden und die betroffene Stelle oft sehr schmerzhaft ist.

  • Bei einer leichteren Form ist die Haut gerötet und die Blase enthält klare Flüssigkeit.
  • Bei einer schwereren Form können die Blasen größer sein, die Flüssigkeit ist trüber und die Haut kann blasser oder fleckig erscheinen.
  1. Grad – tiefe Verbrennung

Die Haut kann weiß, wachsartig, braun oder schwarz aussehen und paradoxerweise nicht schmerzen, da auch Nervenenden geschädigt sein können. Eine solche Verbrennung ist schwerwiegend und erfordert ärztliche Behandlung.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

  • Die Blasen sind groß, tief, mit trüber Flüssigkeit gefüllt oder geplatzt.
  • Die Verbrennung befindet sich an empfindlichen Stellen: Gesicht, Hände, Füße, Genitalien, Gelenke.
  • Es handelt sich um eine Verbrennung bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen oder Personen mit Diabetes oder einem geschwächten Immunsystem.
  • Die Verbrennung wurde durch Chemikalien, Strom oder das Einatmen von heißem Dampf/Rauch verursacht.
  • Eiter, Geruch, starke Rötung im umliegenden Bereich, Wärme an der Wunde oder erhöhte Temperatur treten auf.
  • Die Schmerzen sind unerträglich, oder im Gegenteil, der Bereich fühlt sich taub an (dies kann auf eine tiefere Schädigung hindeuten).

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Erste Hilfe bei Verbrennungen

Entfernen Sie nach einer Verbrennung sofort die Wärmequelle und kühlen Sie die betroffene Stelle etwa 10–20 Minuten lang unter fließendem kaltem bis lauwarmem Wasser, oder bis Sie eine Linderung verspüren. Kühlung ist entscheidend – sie verhindert, dass sich die Verbrennung auf tiefere Hautschichten ausbreitet und lindert die Schmerzen deutlich. Verwenden Sie niemals Eis – es kann die Haut zusätzlich reizen und die Durchblutung verschlechtern.

Wenn sich eine Blase bildet, stechen Sie diese nicht auf – die Flüssigkeit in der Blase schützt das darunterliegende empfindliche Gewebe und verringert das Infektionsrisiko. Sie können die Stelle vorsichtig mit einem nicht brennenden Produkt reinigen und desinfizieren und anschließend mit einem sterilen, nicht klebenden Verband oder einem Brandwundenverband abdecken. Vermeiden Sie Butter, Öl, Salben, Alkohol oder aggressive Kosmetika, da diese die Wärme in der Haut einschließen und die Heilung verzögern können.

Was hilft bei Brandblasen?

Sobald die Verbrennung gekühlt ist und die Blase intakt bleibt, geht es darum, optimale Bedingungen für die Hautheilung zu schaffen – die Haut vor Schmutz zu schützen, Reizungen zu reduzieren und die Regeneration zu fördern. In diesem Stadium empfiehlt es sich, zu sanften und kühlenden Lösungen zu greifen, die die Haut nicht belasten, sondern Linderung verschaffen – vorausgesetzt, die Verbrennungen sind leicht und oberflächlich (bei größeren Blasen oder offenen Wunden suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf). 

Aloe-vera-Gel ist sehr wirksam, da es angenehm kühlt, das Brennen lindert und gereizte Haut beruhigt. Noch sanfter sind kalte Kompressen mit Kamille oder Ringelblume – sie wirken mild, entzündungshemmend und eignen sich besonders bei geröteter und empfindlicher Haut. Bei leichten Verbrennungen kann auch steriler (medizinischer) Manuka-Honig hilfreich sein, der für seine antibakteriellen Eigenschaften und seine heilende Wirkung bekannt ist. Alternativ kann Drachenblut (Harz) verwendet werden, das einen Schutzfilm bildet – allerdings nur auf sauberer und bereits beruhigter Haut.

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Wenn die Haut mit der Zeit trockener, gespannter oder unangenehm spannt, kann eine sanfte Pflege in Form von Bio-Ölen Abhilfe schaffen. Rizinusöl eignet sich für trockene, strapazierte Haut, da es die Feuchtigkeit spendet und die Hauterneuerung fördert. Neemöl ist besonders dann wohltuend, wenn die Haut stark gereizt ist oder Entzündungen vorliegen – es stärkt auf natürliche Weise die hauteigenen Abwehrkräfte. Für eine noch stärkere Regeneration kann auch Sanddornöl eine gute Wahl sein, da es die Geweberegeneration unterstützt und das Risiko sichtbarer Narben nach der Heilung verringern kann.

Nun zum Schutz. Bei kleineren Blasen ist ein Hydrokolloidverband eine gute Wahl, da er die Stelle feucht hält, Schmerzen lindert und vor Reibung schützt. Eine wichtige Regel gilt: Eine Blase ist eine natürliche Schutzschicht für die Wunde. Wenn Sie sie nicht aufkratzen, kann sich darunter neue Haut bilden. Platzt die Blase, reinigen Sie die Stelle vorsichtig, decken Sie sie mit einem sterilen, nicht haftenden Verband ab und halten Sie sie sauber – jetzt ist es besonders wichtig, eine Infektion zu vermeiden.

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